Reis ist nicht nur eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, sondern bildet auch die optimale Grundlage für eine Reisdiät. Diese wird meist nur einige Tage durchgeführt, wobei der Gewichtsverlust hauptsächlich auf den Wasserverlust zurückzuführen ist. Der Reis wird hierbei ohne oder mit wenig Salz gekocht . Das Abnehmen mit Reis hat viele Vorteile, denn dadurch kann das Risiko auf Diabetes, Bluthochdruck und einen Schlaganfall deutlich verringert werden. In Asien wird bei fast allen Mahlzeiten Reis gegessen und hier kommen diese Krankheiten viel seltener vor als hierzulande. Daher sind eine Reisdiät oder eine Reiskur sehr empfehlenswert.

Herkunft der Reisdiät

Die Reisdiät wurde von Dr. Walter Kempner entwickelt und diente ursprünglich dem Ziel, damit Bluthochdruck und Nierenkrankheiten zu behandeln. Doch schnell stellte er fest, dass mit seiner fett- und salzarmen Reisdiät auch eine Gewichtsreduzierung möglich ist. Obendrein stehen im Fokus der Behandlung Diabetes und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Mittlerweile existieren weltweit viele verschiedene Varianten der Reisdiät. Reis ist grundsätzlich ein sehr wertvolles Nahrungsmittel, denn es steckt fast alles darin, was der Mensch benötigt . Die Vielfalt bietet für jeden den passenden Reis. (Weitere Reissorten gibt es auf Reiskochen.net)

Wer jedoch nichts von den wichtigen Inhaltsstoffen einbüßen möchte, sollte Naturreis wählen. Reis tut gut und dies innen und außen. Er sättigt, ohne dick zu machen. Im Vergleich zu Nudeln enthalten diese doppelt so viele Kalorien. Auch Menschen, die unter einer Zöliakie leiden, vertragen den Reis sehr gut, denn er ist glutenfrei. Reis ist als Grundnahrungsmittel ideal: Er enthält viele Kohlenhydrate und reichlich Kalium, der Fettanteil hingegen ist sehr gering. Daher bietet das vielseitige Getreide die besten Voraussetzungen, um damit eine Diät zu machen, sich aber mit einer Reiskur gleichzeitig gesund zu ernähren.

Die Anleitung für eine Reisdiät

Bei dieser Diät, die sich in drei Phasen gliedert, wird hauptsächlich Naturreis verzehrt:

  1. Phase: Die Entgiftungsphase: Diese Phase dauert eine Woche und auf dem Speiseplan stehen Reis oder Quinoa, während Salz und Vollkornbrot vermieden werden. Als Zugaben zum Reis sind geringe Mengen Obst an einem Tag sowie Gemüse und Produkte aus Magermilch an anderen Tagen.
  2. Phase: Die Abnehmphase : An einem Tag dürfen Obst und Stärkeprodukte, an einem weiteren Tag Fisch, mageres, fettarmes Fleisch oder Eier und an den anderen Tagen die Lebensmittel aus der Entgiftungsphase gegessen werden. In den ersten zwei Phasen sind täglich 1000 Kilokalorien vorgesehen.
  3. Phase: Die Erhaltungsphase: Nun kann die Kalorienzahl geringfügig erhöht werden. Zweimal in der Woche wird Fisch gegessen. Auch Käse, Tofu, Oliven und Nüsse dürfen auf dem Speiseplan stehen. Die drei Phasen lassen leicht erkennen, dass Abnehmen bei einer Reisdiät und Reiskur kein Verzichten bedeuten muss.

Brauner Reis ist besser beim Abnehmen

Da der geschälte weiße Reis weder Silberhäutchen noch Keimling hat, fehlen ihm viele Vitamine und Mineralstoffe. Dank Parboiling, einem industriellen Verfahren der Reisbehandlung, wird dem Reis Luft entzogen, die Reiskörner kommen in das warme Wasser, die Nährstoffe aus dem Silberhäutchen und Keimling werden mittels Wasserdampf in das Innere der Körner gepresst. Dadurch behalten sie 80 Prozent der Nährstoffe.

Die Parboiled-Variante und ungeschälter Reis enthalten viele B-Vitamine, die der Körper für ein gut funktionierendes Nervensystem benötigt. Reis liefert zudem wertvolle Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. Dies beeinflusst den Stoffwechsel positiv, während das enthaltene Eisen wichtig für die Blutbildung ist.

Das Zink ist gut für die Immunabwehr. Eine weitere entscheidende Rolle spielen die essentiellen Aminosäuren, die für den Körper unverzichtbar sind, die er aber selber nicht herstellen kann und daher mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Aus diesen werden Funktions- oder Struktureiweiße.

Ungeschälter Reis bringt dank der enthaltenen Ballaststoffe den Darm optimal in Schwung. Der hohe Kalium-Gehalt trägt erheblich zur Entwässerung des Körpers bei, wodurch der Körper entschlackt und der Stoffwechsel gefördert wird sowie das Herz und der Kreislauf weniger belastet werden.

Abnehmen mit Reis – nützliche Tipps für die Reisdiät

  • Bei einer Reisdiät oder Reiskur ist der Gewichtsverlust in erster Linie auf den Wasserverlust zurückzuführen, denn der Reis entwässert den Körper schnell und effektiv. Daher ist es sehr wichtig, dass der Reis mit wenig Salz gekocht und angerichtet wird. Salz bindet das Wasser im Körper, was bei der Diät hinderlich wäre.
  • Übliches Speisesalz sollte durch Meersalz ersetzt werden, da dieses mineralhaltig ist und kein Wasser bindet.
  • Auch wichtig ist es, viel zu trinken, um die Wirkung der Reisdiät zu unterstützen, die schon nach einer kurzen Zeit Erfolge zeigen wird.
  • Die Reisdiät wird allerdings nur ein paar Tage lang durchgeführt, da bei einer Ernährung nur durch Reis sonst ein Nährstoffmangel möglich wäre. Reis ist einfach und schnell zuzubereiten und vielseitig kombinierbar.
  • Die Reisportionen können mit frischem Gemüse und Obst verfeinert werden. Auch mageres Fleisch wie Geflügel, Hähnchenbrust und Fisch kann dazu gegessen werden. Bei diesen Zutaten muss auch kein Nährstoffmangel befürchtet werden.

Fazit: Reisdiät und Reiskur

Nicht nur die Reisdiät kann dabei helfen, tolle Erfolge beim Abnehmen zu erzielen, sondern auch eine konsequent durchgeführte Reiskur mit Vollreis hat großartige Wirkungen zu bieten. Sie kann so manche Stoffwechselentgleisung wieder regulieren. Zum Abnehmen mit dem wichtigen Grundnahrungsmittel Reis gehört natürlich ebenso eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Daher sollten frische Zutaten wie Obst und Gemüse nicht fehlen. Dadurch ist das Abnehmen mit Reis nicht nur gesund, sondern auch richtig lecker. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, sodass köstliche Reisgerichte gezaubert werden können.


Bildnachweis – Foto: Annabelle Orozco Flickr.com (CC BY 2.0)


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Über den Autor

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