Kokosöl ist nicht nur ein Superfood, sondern du kannst es dir im wahrsten Sinne des Wortes in die Haare schmieren oder als Hautcreme verwenden. Aber dazu später mehr.

Was ist Kokosöl?

Kokosöl wird aus dem getrockneten Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen. Nach dem Trocknen wird das Fruchtfleisch durch Ölmühlen gepresst. Kokosöl ist bei Ureinwohnern tropischer Regionen seit Tausenden von Jahren ein fester Bestandteil der Nahrung. Auch das Indische Ayurveda nutzt seine pflegenden und heilenden Wirkungen. In den 1980er Jahren wurden westliche Forscher dann auch endlich mal auf das Fett der Kokosnuss aufmerksam: In Untersuchungen fiel nämlich auf, dass polynesische Inselbewohner, die den Großteil ihrer Energie über Kokosöl zu sich nehmen, selten an Herz-Kreislauf-Leiden erkranken.

Kokosöl wirkt sich anscheinend stabilisierend auf den Blutzuckerspiegel aus, hilft gegen Diabetes und hohe Cholesterinwerte und regt – auch wenn das erst einmal paradox klingt – sogar die Fettverbrennung im Körper an. Warum weshalb wieso?

Inhaltsstoffe und Wirkung

Mittelkettige Fettsäure

Kokosöl besteht bis zu 92% aus gesättigten Fetten, wovon etwa 65% aus den mittelkettigen Fettsäuren besteht. Diese mittelkettigen Fettsäuren, kurz MCT (medium chain triglyzeride) wurden lange Zeit als ungesund abgestempelt. Doch neuere Studien erweisen: MCT sind nicht nur gesund, sondern geradezu essentiell für unseren Körper.

MCT sind leicht verdaulich und leicht verwertbar. Sie gelangen sofort zur Leber, wo sie als sofortige Energiequelle bereitgestellt werden. In der Leber unterstützen die mittelkettigen Fettsäuren außerdem die Funktionen der Leberzellen. Die Leberzellen erhöhen den Stoffwechsel, regen die Produktion der Gallenflüssigkeit an und steigern die Entgiftung des Körpers. Wenn also deine Leber durch das Kokosöl gut funktioniert, können belastende und schädliche Giftstoffe aus dem Körper absorbiert werden. Dadurch bist du gegen eine Vielzahl von Krankheiten geschützt.

Da die mittelkettigen Fettsäuren während der Verdauung direkt zur Leber gesendet werden, benötigen sie keine Gallen- oder Bauchspeicheldrüsenenzyme. Somit ist das Kokosöl auch für Menschen mit Diabetes oder Gallenblasenproblemen geeignet.

Wenn du Kokosöl isst, bekommt dein Körper durch die schnelle Verarbeitung der MCT innerhalb von 5 Minuten einen regelrechten Energieschub. Diese Energie steigert deine geistige Leistung und du kannst dich besser konzentrieren. Natürlich ist Kokosöl auch ein echtes Powerpaket, um deine sportlichen Leistungen effektiv und gezielt zu erhöhen! Die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zellen, werden angetrieben und die körperliche Energiebereitschaft, sprich deine Leistungsfähigkeit wird erhöht. Du fühlst dich also durch Kokosöl stark und hast ordentlich Power!

Ganz im Gegensatz dazu wirken die langkettigen Fettsäuren: Sie werden nicht so schnell verstoffwechselt wie mittelkettige Fettsäuren. Wenn du zu viele langkettige Fettsäuren, wie zum Beispiel in Oliven- oder Rapsöl enthalten, isst, kann das zu Müdigkeit, Trägheit, Erschöpfung und Fettspeicherung, also Gewichtszunahme führen.

Da wären wir auch schon beim Kokosöl als Fatburner: Kokosöl schützt gegen Gewichtszunahme. Klar, du solltest jetzt nicht jeden Tag löffelweise Kokosöl in dich reinstopfen. Das bringt nichts, denn zu viel Fett, also mehr als du wieder verbrennst, führt einfach immer zu Gewichtszunahme. Ersetze vielmehr Fette durch Kokosöl. Wenn du die gleiche Kalorienzufuhr wie sonst durch langkettige Fettsäuren nun durch das MCT-haltigen Kokosöl ersetzt, wird dein Stoffwechsel innerhalb von 24 Stunden um das 3-fache gesteigert. Wenn du an einem Tag 15 bis 30 Gramm MCT zu dir nimmst, wird dein Stoffwechsel um 5% gesteigert. Das entspricht 120 Kalorien, die du dadurch mehr verbrennst.

Somit kann Kokosöl in Maßen und als Ersatz für andere Fette durchaus dazu beitragen, dass du Gewicht reduzierst ohne dich schwach und hungrig zu fühlen. Dazu kommt noch, dass Kokosöl dein Sättigungsgefühlt steigert. Denn die MCT wandeln sich im Körper nach kurzer Zeit in Ketonkörper um. Sie haben eine Appetit senkende Wirkung und gleichzeitig speichern sie deine körperliche Leistungsfähigkeit. Somit ist Kokosöl das ideale Fett für jeden Sportler!

Laurinsäure

Laurinsäure ist ebenfalls eine mittelkettige Fettsäure im Kokosöl. Es gibt kein anderes Nahrungsmittel, das so eine hohe Menge Laurinsäure enthält wie Kokosöl. Dein Körper verwandelt Laurinsäure in Monolaurin. Warum ist diese spezielle MCT so außerordentlich gut für dich? Laurinsäure ist schon in der Muttermilch enthalten. Babys brauchen die Fettsäure für Wachstum und Entwicklung und dem Erwachsenen, also dir, hilft das Laurin und Monolaurin, um gesund zu bleiben.

Denn Laurinsäure stärkt das Immunsystem und schützt deinen Körper vor Bakterien, Pilzen, Viren und Mikroben. Du bist weniger müde und abgeschlagen. Da dein Darmsystem zu etwa zu 80% deinem Immunsystem entspricht , profitiert es ebenso von der Laurinsäure. Laurinsäure ist außerdem perfekt, wenn du dich etwas angeschlagen fühlst: 20 bis 25 Gramm Laurinsäure täglich – das entspricht etwa der Menge von 2-4 Esslöffeln Kokosöl – helfen einem geschwächten Immunsystem und du wirst erst gar nicht krank.

Nährwerte von Kokosöl pro 100 g

Nährwerte von Kokosöl pro 100 g
Kalorien 862
Eiweiß 0 g
Fett 100 g
Kohlenhydrate 0 g
Ballaststoffe 0 g

Kokosöl als Beautyprodukt

Du kannst Kokosöl nicht nur als Nahrungsmittel zu dir nehmen, sondern dir tatsächlich in die Haare schmieren oder als fettspendende Hautcreme verwenden. Reines naturbelassenes Kokosöl hat eine feuchtigkeitsspendende Wirkung auf die Haut. Dein Bindegewebe bleibt stark und geschmeidig, deine Haut trocknet weniger schnell aus und die Produktion gesunder neuer Hautzellen wird gefördert. Für deine Haare ist Kokosöl auch super, da es weder Alkohole noch Silikone enthält wie viele andere (chemische) Pflegeprodukte. Somit spendet es trockenen Haaren pure Feuchtigkeit und ist damit auch perfekt gegen Falten.

Kokosöl beugt durch seine antibakterielle Wirkung außerdem der Entstehung von Pilzen und daraus resultierenden Schuppen vor. Am besten du erwärmst das Kokosöl, sodass es flüssig wird, gibst es in deine Haare und wickelst ein Handtuch drum. Mindestens 1 Stunde einwirken lassen und dann mit mildem Shampoo ausspülen… Und bäm hast du auf einen Schlag Traumhaare. True story.

Rezepte mit Kokosöl

Da Kokosöl relativ geschmacksneutral ist und nur leicht nach Kokos schmeckt, kannst du es im Prinzip überall einsetzen: als Butterersatz, zum Verfeinern von Smoothies und süßen Speisen, zum Kochen oder für salzige oder süße Teige. Du kannst Kokosöl auch zum Braten verwenden, da es auch bei einer sehr hohen Temperatur hitzebeständig ist!

Rezepte folgen noch….

Kokosöl kaufen – Welches Kokosöl ist das beste?

Du musst unbedingt darauf achten, dass das Kokosöl als kaltgepresst, nativ, virgin oder vierge bezeichnet ist. Pass bei raffinierten Fetten auf, da hier oftmals Chemikalien zugesetzt werden oder das Öl zu stark erhitzt wird, um es haltbar zu machen. Am besten du kaufst das Kokosöl bei einem vertrauensvollen seriösen Onlineshop oder in einem gut sortierten Reformhaus. Meistens ist die Ware jedoch online günstiger.

Und jetzt alle: We are in love with the Coco!

Foto: Meal Makeover Moms Flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Über den Autor

Servus. Ich bin Verena und in München zu Hause. Ich bin ein echter Sportjunkie und muss jeden Tag einmal richtig lospowern – sonst werde ich entweder zickig oder drehe durch. Eigentlich arbeite ich aber als freieTexterin und Redakteurin (Film). Am liebsten mag ich es über Lifestyle, Health und Sport zu schreiben. So wie hier für Don´t Quit! Ich hoffe euch gefallen meine Superfood-Texte.

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