Gelb, gesund, g´schmackig. Kurkuma ist der spicy Star unter den Superfoods. Wahrscheinlich kennst du Kurkuma vor allem als Zutat in der Curry-Würzmischung, der Kurkuma als Gewürz tatsächlich seine typische gelbe Farbe verleiht. Das Kurkuma-Pulver ist allerdings die getrocknete und gemahlene Wurzel der Kurkuma Pflanze, die zu den Ingwergewächsen gehört. Kurkuma wird vor allem im tropischen Asien, Indien und China angebaut. Die Pflanze selbst trägt große, längliche Blätter und eine trichterförmige gelbe Blüte. Für uns als würziges Superfood ist allerdings die Wurzel interessant.

Das im Inneren orangefarbene etwa 2,5 bis 7 cm große Würzelchen wurde aufgrund seiner heilenden Wirkungen schon in der Antike und in der traditionellen Chinesischen Medizin geschätzt. Und auch aufgrund seines pfeffrigen, warm bitteren Geschmacks, der durch seinen milden Duft etwas an Orange erinnert, ist Kurkuma auf der ganzen Welt beliebt.

Aber was kann die Kurkuma Wurzel außer gut gelb ausschauen und ordentlich würzen?

Inhaltsstoffe & Wirkung von Kurkuma

Die heilenden Super-Inhaltsstoffe kommen jetzt im Überblick.

Vitamine

  • Kurkuma enthält besonders viel Vitamin C. Nämlich in 100 g bereits 23,9 mg. Außerdem auch Riboflavin, Niacin, Cholin, Vitamin E und Vitamin K. Außerdem enthalten 100 g Kurkuma bereits 138% der täglich empfohlenen menge an Vitamin B6/Pyridoxin.
  • Was bringt es dir? Vitamin C wirkt als Antioxidans, schützt vor Krankheiten, unterstützt Erholungspausen und ist einfach ein Wahnsinns Immun-Bobster. Du bleibst gesund und das Risiko Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs zu bekommen sinkt. Vitamin C unterstützt außerdem den Wachstum deines Gewebes, die Bildung von Kollagen in der Haut, in Sehen, Bändern und Blutgefäßen. Es hilft bei der Wundheilung, beim Aufbau von Knorpel, Knochen und Zähnen – sprich du brauchst als Mensch und Sportler Vitamin C! Niacin ist super für gesundes Haar und eine gute Haut. Und Pyidoxin hilft unter anderem gegen Strahlenkrankheit und Anämie.

Proteine

  • Ebenfalls in Kurkuma enthalten sind Proteine.
  • Was bringt es dir? Proteine helfen deinem Körper beim Muskelaufbau und der Regeneration nach dem Sport. Mit Kurkuma gewürztes Essen oder ein Kurkuma Tee sind somit das ideale Essen nach einem fordernden Training und ein guter Proteinsnack für Zwischendurch.

Ballaststoffe

  • Kurkuma besteht außerdem auch aus Ballaststoffe.
  • Was bringt es dir? Ballaststoffe machen lange satt, da sie die Absorption von Zucker verlangsamen. Das heißt du verspürst weniger schnell ein Hungergefühl und bist besser gegen Heißhungerattacken gewappnet. Gut, falls du auf dein Gewicht achtest. Ballaststoffe wirken sich außerdem positiv auf den Blutdruck aus und senken die Cholesterinwerte. Sie sind außerdem super für den Darm und unterstützen die Verdauung.

Mineralien

  • In Kurkuma sind die Mineralstoffe Kalzium, Eisen, Kalium, Mangan, Natrium, Kupfer, Zink und Magnesium enthalten.
  • Was bringt es dir? Eisen sorgt für eine gute Sauerstoffversorgung der Zellen, was gerade für dich als Sportler essentiell für deine Leistungsfähigkeit ist. Außerdem wirkt die Produktion der roten Blutkörperchen durch das Eisen Trägheit und Müdigkeit entgegen. Du bist also ein richtig bitter Turnschuh mit Kurkuma. Calcium wirkt sich unterstützend auf dein Knochengerüst aus. Ebenfalls unabdingbar für alle Menschen die sich viel bewegen: Gerade bei hoher Belastungsintensität hilft Calcium Ermüdungsbrüche und Verletzungen zu vermeiden. Magnesium braucht dein Körper für leistungsfähige Muskeln, es spielt bei der Reizübertragung eine entscheidende Rolle. Außerdem hilft Magnesium bei der Muskelentspannung. Zink ist prima um kleiner Verletzungen der Haut schneller heilen zu lassen und es unterstützt volles gesundes Haarwachstum. Das Kalium im Kurkuma hilft den Elektrolytehaushalt im Gleichgewicht zu halten. Das ist besonders beim Training wichtig: Du brauchst Kalium immer, wenn du viel schwitzt. Mangan wird vom Körper als Co-Faktor für das antioxidative Enzym Superoxid-Dismutase verwendet.

Antioxidantien und Kurkumin

  • Kurkuma beinhaltet den Wirkstoff Kurkumin. Dieser wirkt entzündungshemmend, antioxidativ, hilft bei der Entgiftung der Leber und erhöht die Gallenfunktion. Antioxidantien mildern die zerstörerische Kraft von freien Radikalen – Substanzen, die zwar natürlich in unserem Körper vorkommen, von denen aber ein Übermaß Zellschäden und eine beschleunigte Zellzerstörung auslöst.
  • Was bringt es dir? Kurkumin schützt deinen Körper vor Zellerkrankungen wie Krebs. Dadurch, dass die Antioxidantien das Gleichgewicht zwischen den Zellen wieder herstellen, vermindern sie den Alterungsprozess. Forever young mit Kurkuma! Naja, fast. Außerdem hemmt Kurkuma beziehungsweise Kurkumin entzündliche Krankheiten. Du kannst Kurkuma auch äußerlich bei Hautkrankheiten anwenden. Dadurch, dass die Leber entgiftet und die Galle angekurbelt wird, kann dir Kurkuma auch beim Loswerden überschüssigen Körperfetts helfen, ohne dass du an Muskelmasse verlierst. Angeblich hilft 1 TL Kurkuma pro Mahlzeit bei der Fettverbrennung.

Kurkuma

Nährwerte von Kurkuma pro 100 g

Nährwerte von Kurkuma pro 100 g
Kalorien 356
Eiweiß 7,8 g
Fett 9,9 g
Kohlenhydrate 58,2 g
Ballaststoffe 6,7 g

Kurkuma kaufen

Kurkuma bekommst du in gut sortierten Reformhäusern oder du bestellst sie einfach im Internet. Beim Kaufen von Kurkuma solltest Du darauf achten, dass du entweder die frische Wurzel nimmst und sie dann fein schneidest oder selbst trocknest und anschließend mörserst; Oder du entscheidest dich für die pulverisierte Form. Kaufe da aber nur Produkte, die 100 % naturbelassen und möglichst Bio-Qualität sind. Nur so ist sicher, dass keine Zusatzstoffe enthalten sind und das Superfood auch wirklich super ist.

Einfache Kurkuma Rezepte

Ein Superrezept mit Kurkuma ist natürlich ganz klassisch ein Curry mit Kokosmilch, Gemüse, magerem Fleisch und Ingwer. Besonders in Kombination mit Pfeffer ist Kurkuma empfehlenswert, da das im Pfeffer enthaltene Piperin die Aufnahme von Kurkumin im Körper beschleunigt. Wenn du dann noch Quinoa statt weißem Reis zum Curry isst, hast du eine echte Superfood-Ladung intus. Auch zum Marinieren von Tandoori-Hähnchen und überhaupt von Fleisch ist Kurkuma ein Spitzengewürz.

Aber auch in Kombination mit proteinreichen Hülsenfrüchten wie Linsen ist Kurkuma toll. Du kannst dir auch einen orientalischen Dip mit Kurkuma machen: Joghurt oder Quark vermischt mit Kurkuma, Zwiebeln, Salz, Pfeffer und frischen Kräutern schmeckt zu Gemüsesticks perfekt als Snack oder gesunde Vorspeise. Für die kalte Jahreszeit empfehle ich übrigends das „Fermentierter Kurkuma-Ingwer-Honig Rezept„.

Foto: Marco Verch Flickr.com  (CC BY 2.0Joachim Schlosser Flickr.com (CC BY-SA 2.0)