Nix da Puste-Blume! Denn Löwenzahn hat tatsächlich richtig Biss! Die Power-Flower (Superfood) beinhaltet jede Menge gesunde Nährstoffe: Löwenzahn hilft gegen Hautprobleme, Entzündungen, Magenprobleme, Leberbeschwerden, Verdauungsstörungen und Sodbrennen. Zudem wirkt Löwenzahn harntreibend und kann dir bei der Entgiftung des Körpers helfen.
Das Löwenzahn ganz schön was kann, wissen übrigens nicht nur Hummeln und Bienen, denen die gelben Blüten als Nektarquelle dienen, sondern auch die traditionelle Chinesische Medizin erkannte schon früh seine Blüten-Power.

Es gibt tatsächlich fast überall auf der Welt Löwenzahn. Die Blume aus der Familie der Korbblütler besteht aus langen, gezackten, gerillten Blättern und einer gelb leuchtenden Blüte. Kennst du aus park, Wald, Wiese oder sogar Asphaltritze! Die Blüte öffnet sich übrigens morgens mit der Sonne und schließt sich abends beziehungsweise dann wenn die Sonne nicht zu sehen ist. Beim Ausreifen der Blüte verwandelt sie sich in den typischen weißen Samen-Puffball – Pusteblume eben!

Inhaltsstoffe & Wirkung – Was ist drin?

Wurzeln

Die Wurzeln des Löwenzahns sind dunkelbraun, dick und mit einer weißen milchigen und bitter schmeckenden Substanz gefühlt. Wenn du die Löwenzahnwurzel trocknest und dann klein zerreibst oder zerstößt ist sie ein toller Kaffee Ersatz! Warum? Die Löwenzahnwurzel ist ein echtes Aufbau-Tonikum und hilft, gerade wenn du dich schwächlich fühlst, den Körper in Schwung zu bringen.
Die Wurzeln der gelben Blume enthalten nämlich Inulin und Levulinsäuremethylester. Diese zwei Substanzen helfen den Blutzuckerspiegel auszugleichen und dich wieder stabil zu machen. Außerdem noch drin: der Bitterstoff Taraxacin.

Er regt die Verdauung an und fördert die Produktion von Gallenblasenflüßigkeit und Salzsäure im Magen. Das erfolgt bereits über deine Geschmacksknospen im Mund.
Die Löwenzahnwurzel stärkt darüber hinaus die Nieren und die Leber, da in ihnen ein weiteres Leber-Stimulans, das sogenannte Colin enthalten ist. Deshalb kannst du Löwenzahnwurzeln prima verwenden, um deinen Darm zu reinigen oder auch um die Leber – zum Beispiel nach Medikamenten Einnahmen – zu entgiften.

Der hohe Gehalt an Natrium in der Löwenzahnwurzel regt die Nieren an. Dadurch wird die Urinproduktion erhöht. Diese diuretische, sprich Harn- und Schweißtreibende Eigenschaft des Löwenzahns befreit den Körper von überschüssiger Flüssigkeit und hilft damit gegen Bluthochdruck und Leberprobleme. Übrigens ist diese diuretische und entgiftende Eigenschaft auch perfekt gegen Hautprobleme wie Akne. Häufig entsteht Akne nämlich durch toxische Substanzen im Körper, die die Poren verstopfen und Infektionen auslösen. Durch das Diuretikum Löwenzahn schwitzt du mehr, die Poren weiten sich und Toxine können schneller aus dem Organismus gelangen.

Blätter

Frische Löwenzahnblätter sind echte Kraftpakete. Sie sind außerdem kalorienarm: sie enthalten nur 45 Kalorien in 100 Gramm, dafür aber jede Menge verdauungsfördernde Ballaststoffe. Löwenzahnblätter schmecken super als Salat und tippen mit Ihrer Vitamindichte jeden Kopfsalat. Sie enthalten nämlich vierzigmal so viel Vitamin A wie Kopfsalat, neunmal so viel Vitamin C, viermal so viel Vitamin E, achtmal so viel Calcium, viermal so viel Magnesium, dreimal so viel Eisen und die doppelte Proteinmenge.

Vitamin C

100 Gramm Löwenzahnblätter decken bereits mehr als die Hälfte der empfohlenen Menge an Vitamin C, die du pro Tag zu dir nehmen solltest. Vitamin C ist wichtig für dein Immunsystem und den Aufbau von Kollegengewebe.

Vitamin A

Außerdem liefert dir Löwenzahn 338% der täglichen Menge an Vitamin A, die du essen solltest.
Vitamin A ist ein essentielles, fettlösliches Vitamin (also lieber einen Tropfen Öl an die Blättchen geben!) und ein Antioxidans. Ohne Vitamin A iss nicht, denn es ist wichtig für die Gesundheit deiner Haut, deiner Schleimhäute und Augen.

Vitamin K

Löwenzahn enthält jede Menge Vitamin K! K-eine Ahnung was dir das bringt? Vitamin K stärkt die Knochen und fördert ihre Aktivität. Außerdem hilft es deinem Gehirn Neuronale Schäden zu reduzieren.

Flavonide

Löwenzahnblätter enthalten 4-mal mehr Beta Carotin als Brokkoli, außerdem Lutein, Kryptoxanthin und Zeaxanthin. Diese Flavonide sind wichtig um Krankheiten vorzubeugen, da sie den Körper vor feien Radikalen schützen. Zeaxanthin ist ein Schutz gegen UV-Strahlen und hilft Augenschäden vorzubeugen.

Mineralstoffe

Kalium, Kalzium, Mangan, Eisen und Magnesium – alle sind in den feinen Blättchen der gelben Blume enthalten! Kalium hilft Herzfrequenz und Blutdruck zu regulieren. Eisen ist wichtig für die Produktion roter Blutkörperchen. Magnesium ist essentiell für die Muskel-Entspannung und Regeneration. Gerade wenn du viel Sport machst, ist es wichtig, dass du auf den Mineralstoff-Haushalt in deinem Körper achtest!

Einfache Löwenzahn Rezepte

Es gibt verschieden Möglichkeiten wie du Löwenzahn zu dir nehmen kannst: In Naturkostläden und Online-Shops findest du Kapseln, Tinkturen, Löwenzahn-Tee und getrocknete Löwenzahn-Wurzeln.

Besonders lecker ist natürlich frischer Löwenzahn! Wenn du selber Löwenzahn erntest, musst du darauf achten, dass die Blumen nicht gespritzt, frei von Pestiziden und chemischen Düngemitteln sind. Am besten und sichersten ist es, wenn du dir selber in einem großen Blumentopf Löwenzahn anbaust. Sieht hübsch aus und funktioniert sogar auf kleinen Balkonen oder dem Fensterbrett. Ernte die Blätter am besten frisch im Frühling, dann sind sie schön zart.

Löwenzahnblätter sind perfekt als Salat! Gebe noch ein paar Tomaten, Avocado, Gurken, Apfelstücke oder anderes Gemüse und Obst dazu. Wichtig ist, dass du ein paar Tropfen Öl oder Joghurt (mit natürlichem Fettgehalt) dazu gibst, damit die fettlöslichen Vitamine nicht verloren gehen.

Auch toll: ein Green Smoothie aus dem frechen Blümchen! Du kannst die Löwenzahnblätter, falls sie dir zu bitter oder hart sein sollten, auch kurz in heißem Wasser blanchieren und dann als Salat, als Einlage in frischen Suppen oder als Gemüse, ähnlich wie Spinat mit ein paar angerösteten Zwiebeln oder Knoblauch, futtern. Beachte aber beim Blanchieren, dass Hitze (über 40 Grad) die Nährstoffdichte verringert.

Ein Super-Fast-Food für den kleinen Energieschub nach deinem Training: Ein Sandwich aus Vollkorn oder noch besser Quinoa-Brot, belegt mit Avocado, Tomate, Chiasamen und einer Handvoll Löwenzahn! Flower-Power satt!

Foto: Dennis Skley Flickr.com (CC BY-ND 2.0)

Über den Autor

Servus. Ich bin Verena und in München zu Hause. Ich bin ein echter Sportjunkie und muss jeden Tag einmal richtig lospowern – sonst werde ich entweder zickig oder drehe durch. Eigentlich arbeite ich aber als freieTexterin und Redakteurin (Film). Am liebsten mag ich es über Lifestyle, Health und Sport zu schreiben. So wie hier für Don´t Quit! Ich hoffe euch gefallen meine Superfood-Texte.

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