Viele Menschen treiben Sport und fühlen sich trotzdem nicht wohl in ihrer Haut, weil der Alltag von chronischer Müdigkeit, Antriebslosigkeit und einer bleiernen Schwere begleitet wird. Oft ist der Säure-Basen-Haushalt für die Symptome verantwortlich, der bei einer erhöhten körperlichen Belastung und falschen Ernährung schnell aus den Fugen gerät.

Warum der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht gerät

Kommt der Säure-Basen-Haushalt durcheinander, bemerken wir es oft noch nicht einmal. Meistens haben wir ein großes Schlafbedürfnis, fühlen uns morgens alles andere als ausgeruht und sind auch tagsüber ständig müde. Jede Anstrengung fällt uns schwer – selbst das Training. Doch was ist die Ursache? Was macht uns antriebs- und lustlos?

Oft steckt ein ungünstiges Säure-Basen-Verhältnis hinter den unspezifischen Symptomen. Hervorgerufen durch

  • Stress,
  • eine ungenügende Regeneration,
  • exzessiven Sport und
  • eine säurebildende Ernährung

kann der Säure-Basen-Haushalt gerade bei Sportlern schnell aus dem Gleichgewicht geraten. Wer nicht schnell genug reagiert und die Symptome über einen längeren Zeitraum ignoriert, riskiert einen Leistungsabfall – hervorgerufen durch eine Übersäuerung des Körpers.

Die Ernährung spielt beim Thema Säure-Basen-Haushalt eine große – wenn nicht die größte – Rolle. Denn oft rutscht der pH-Wert vor allem dann ins saure Milieu ab, wenn wir uns schlecht ernähren. Der Verzehr von stark säurebildenden Lebensmitteln, wie Fleisch, Wurst, Fisch und Milchprodukte, bei einer gleichzeitigen Vernachlässigung von basischen Lebensmitteln, wie Gemüse und Obst, trägt zu einer Übersäuerung und somit zu einem unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt bei.

Wie entsteht eine Übersäuerung?

Normalerweise kann der Körper ein Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt mithilfe von Regulationsmechanismen ganz einfach ausgleichen. Manchmal funktioniert es jedoch nicht, wenn die Säuren im Körper Überhand gewinnen und eine Übersäuerung (Azidose) verursachen. Doch was heißt es eigentlich, sauer zu sein und was hat es mit dem pH-Wert auf sich?

Grundsätzlich gibt der pH-Wert an, wie sauer oder basisch eine Lösung ist. Dies gilt auch für unser Blut, das in der Regel einen neutralen pH-Wert von etwa 7 bis 7,5 besitzt. Sind wir zu sauer, kippt der Wert und bewegt sich in einem Bereich von 0 bis 6,9. Der basische Bereich liegt zwischen 7,5 und 14.

Damit die körpereigenen Stoffwechselsysteme optimal funktionieren können, sollten wir stets einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt anstreben. Zu viel Säure ist nämlich ein Problem, das der Körper auf Dauer nicht abpuffern kann. Allein bei der Verdauung produzieren wir Unmengen an Kohlendioxid, das uns sauer werden lässt. Kommen noch saure Lebensmittel hinzu, kann dies nicht nur zu Muskelschmerzen und einer längeren Regenerationszeit, sondern auch zu einer Vielzahl von Krankheiten führen.

Neben chronischer Müdigkeit sind Verdauungsstörungen, Rückenschmerzen, Rheuma, Gicht, Migräne, Osteoporose und Depressionen keine Seltenheit. Während die in der Steinzeit lebenden Menschen sich vorwiegend von Obst und Beeren – also von basischen Lebensmitteln – ernährten, gewinnen heute Getreide, fettreiche tierische Produkte, stark zuckerhaltige Lebensmittel, Fast Food und Fertigprodukte die Oberhand, die den Körper in ein saures Milieu abrutschen lassen.

Muskelkater: Ergebnis einer Übersäuerung

Wer des Öfteren unter Muskelkater leidet, ist vermutlich übersäuert. Für die Übersäuerung wird Laktat – ein Salz der Milchsäure – verantwortlich gemacht, das während einer extremen Belastung im anaeroben Bereich in den Muskeln entsteht.

Mit zunehmender Belastung steigt auch die Konzentration von Laktat im Blut, die der Körper durch einen verstärkten Abbau von Proteinen auszugleichen versucht. Proteine werden allerdings für die Muskeln gebraucht.

Zu viel Laktat im Blut macht sich zunächst durch einen starken Muskelkater und eine längere Regenerationszeit bemerkbar. Allerdings können die Muskelschmerzen, begleitet von Müdigkeit und Antriebslosigkeit, auch chronisch werden, sofern Sportler gegen die Übersäuerung nichts unternehmen. Glücklicherweise ist eine Übersäuerung mithilfe von Indikatorstreifen im Urin nachweisbar, um das Säure-Basen-Gleichgewicht wiederherzustellen.

Säure-Basen-Haushalt ausgleichen: Was Sportler tun können

Als Faustegel gilt: Wer seinen Säure-Basen-Haushalt ausgleichen oder eine Übersäuerung vermeiden möchte, muss im Alltag verstärkt auf basische Lebensmittel zurückgreifen. Säurebildende Nahrungsmittel, wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte, sind zwar erlaubt, jedoch sollten sie höchstens ein Drittel der Ernährung ausmachen. Sie sollten außerdem äußerst fettarm sein und nicht bei jeder Mahlzeit auf dem Teller landen.

Ein Großteil der verzehrten Nahrungsmenge sollte aus

  • Gemüse,
  • Obst,
  • Salat,
  • Hülsenfrüchten,
  • Sojaprodukten (Tofu),
  • Kräutern und
  • Trockenfrüchten (in Maßen und ungeschwefelt)

bestehen. Ergänzt durch Kartoffeln, Vollkorn- und Pseudogetreide haben Sportler eine basische Ernährungsgrundlage, die einer Übersäuerung entgegenwirkt. Außerdem ist bei einer Übersäuerung viel Trinken angesagt, um den Säure-Basen-Haushalt zu stabilisieren. Zusätzlich gibt es noch ein paar hilfreiche Tipps, die den Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes unterstützen können.

1. Stress abbauen für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt

Stress kommt als Ursache für eine Übersäuerung ebenfalls infrage. Auch wenn die Ernährung größtenteils basisch ist, kann es durch den Einfluss von Stress trotzdem passieren, dass der Körper in den sauren Bereich gerät. Sich selbst zur Ruhe zu bringen und für mehr Entspannung im Alltag zu sorgen, ist für Sportler unglaublich wichtig. Neben fernöstlichen Entspannungstechniken, wie Yoga und Meditation, hat sich die progressive Muskelentspannung beim Abbau von Stress bewährt.

2. Basische Mineralien bei Übersäuerung

Basische Mineralien können dabei helfen, den Säure-Basen-Haushalt auszugleichen und zu stabilisieren. Dies kann vor allem für Kraftsportler und Bodybuilder sinnvoll sein, die des Öfteren zu säurebildenden Lebensmitteln greifen. Basische Mineralien, ergänzt durch besonders hochwertige Sportnahrung, gibt es beispielsweise bei Sportnahrung Engel.

3. Basische Bäder

Um den Körper zu entschlacken und überschüssige Säuren schneller aus dem Körper zu leiten, sind basische Bäder ideal. Zwei- bis dreimal pro Woche angewendet, helfen sie bei der Wiederherstellung des Säure-Basen-Haushaltes und der Vorbeugung einer ernährungsbedingten Übersäuerung.

Fazit

Wer ständig unter Müdigkeit, Muskelschmerzen und einer ungenügenden Regeneration leidet, sollte seine Ernährung und Lebensweise überdenken, um den Säure-Basen-Haushalt in Einklang zu bringen. Neben basischen Lebensmitteln und ausreichend Entspannung können Basenbäder und basische Mineralien zu einem schnelleren Ausgleich des Säure-Basen-Gleichgewichtes beitragen.

 

Photo by Dan Gold on Unsplash

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